Sieg im Spitzenspiel

HV Glesien – VfB Eilenburg II 22:21 (12:12)

Am vergangenen Samstagnachmittag bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber allerschönstem Sonnenschein, fand das Spitzenspiel der Leipziger Kreisklasse statt.

Die ungeschlagenen Glesiener (10:0) trafen auf die ebenfalls ungeschlagenen Eilenburger (8:0).

Also beste Voraussetzungen für ansprechende Handballkost zum Wochenende. Entsprechend viele Zuschauer, Augenzeugen berichten von etwa 50, fanden den Weg in den Handballdom in der Schkeuditzer Karl-Liebknecht-Straße.

Und die Besucher sollten voll auf ihre Kosten kommen.

Von der ersten bis zur letzten Sekunde entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und Messers Schneide. Zu keinem Zeitpunkt konnte sich einer der beiden Kontrahenten mit mehr als 2 Toren absetzen. Um jeden Ball wurde verbissen und hart, aber niemals unfair, gekämpft.

Den etwas besseren Start erwischten die Hausherren, die sich bis zur Mitte der ersten Halbzeit mit 2 Toren absetzen konnten (4:2 – 10. Minute, 8:6 – 19. Minute, 10:8 – 24. Minute). Dabei ließen unsere Jungs noch den einen oder anderen „Hochkaräter“ liegen.

Gegen Ende der 1. Halbzeit musste man dem enorm hohen Laufaufwand in Angriff und Abwehr Tribut zollen. Die Kräfte ließen spürbar nach, und so konnten die technisch gut ausgebildeten Rückraumspieler aus Eilenburg die heimische Hintermannschaft ein ums andere Mal schwindlig spielen und den Rückstand verkürzen.

Beim Spielstand von 12:12 baten die beiden Schiedsrichter zum wohlverdienten Pausentee.

Für die 2. Hälfte galt es für die Hausherren möglichst kraftsparend und clever zu agieren. Die Angriffsaktionen sollten bis zum Ende sauber ausgespielt und möglichst mit Torerfolgen gekrönt werden.

In der Abwehr musste man noch enger zusammenstehen, um dem Nebenmann zu helfen. Doch die Gäste kamen zunächst besser aus der Halbzeitpause. Sie stellten das Abwehr-System auf 5:1 um, was die Glesiener zunächst beeindruckte.

Infolgedessen wendete sich das Blatt zugunsten der Eilenburger (14:16 – 39. Minute).

Doch auch hier fand man das richtige Rezept:

Mit „Einläufern“ konnte man die gegnerische Abwehr auseinanderziehen, und die wurfgewaltigen Rückraumspieler setzten Nadelstiche. In der 48. Minute führten die Hausherren mit 19:17. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein echter Handballkrimi.

Bei den Glesienern ließen wie gegen Ende der 1. Halbzeit die Kräfte nach. Die Gäste warfen noch einmal alles in die Waagschale und konnten in der vorletzten Spielminute zum 21:21 ausgleichen.

Aber am Ende knallt die berühmte Peitsche, und so spielten unsere Jungs, wie über die gesamte Spielzeit, den letzten Angriff (am Rande eines drohenden Zeitspiels) diszipliniert und ruhig aus. Da die heimischen Rückraumspieler nun eher attackiert wurden, wurde der finale Pass auf Außen gespielt, und Rainer Morgenbrodt netzte sicher zum vorentscheidenden 22:21.

Die letzten 40 Spielsekunden wurde das eigene Tor mit Mann und Maus verteidigt. Unser Torhüter hielt noch einen schwierigen Wurf aus dem Halbfeld. Der Rest ist Jubel.

Unter dem Strich gewinnt der HV Glesien das Spitzenspiel gegen den VfB Eilenburg glücklich aber keineswegs unverdient. Aus einer durchweg geschlossenen, disziplinierten und beherzten Mannschaftsleistung ragten mit Torhüter Markus Hertling (5 gehaltene 7m-Würfe!), Florian Kliche (7 Tore) und Steven Naumann (6 Tore) ganz minimal heraus.

HV Glesien: Hertling (TW), Chillicot-Schulz (TW), Schlegel (1), Schönfeld, Naumann (6/2), Bielig, Möbius, Kliche (7), Schedukat (1), Morgenbrodt (2), Jahn (1), Laue (2), Flor, Voigt (2)

Spielbericht verfasst von Stefan Voigt – Note 1 – setzen!