26.11.18

Bezirksliga Leipzig - Männer


Ohne Schiedsrichter und ohne Glanz - Glesien gewinnt gegen die Sachsenligareserve aus Riesa


HV Glesien     -    HSG Riesa/Oschatz II     32:27 (13:10)

Der eigentliche Hingucker war der Anfang bzw. die Zeit vor dem Spiel. Denn ohne Schiedsrichter lässt es sich bekanntermaßen in einem Punktspiel schlecht spielen. Und das ist leider nicht das erste Mal in dieser Saison, dass so etwas passiert ist. Somit wurden zwei Bereitwillige des HV Glesien gestellt, welche die nicht immer leichte Arbeit als Unparteiische übernahmen. Der HV Glesien dankt den Herren Thomas Müller und Chris Bageritz für ihren Einsatz, welche direkt aus dem eigenen warmen Wohnzimmer von der Couch in die kalte Sporthalle kamen.

Somit begann mit reichlicher Verspätung das Spiel. Die Riesaer Gäste waren mit einem sichtbar jüngeren Kader als die Hausherren angereist und spielten von der ersten Spielminute an jugendlich unbekümmert und frei auf. Demzufolge entwickelte sich die Partie bis zur 10. Spielminute noch recht ausgeglichen. Beim Stand von 5:5 zog der Gästetrainer wiederum seine Konsequenzen, so wie schon etliche Trainer in den Spielen zuvor. Manndeckung gegen Mathias Lange, welcher von dieser Maßnahme sichtlich genervt war. Jedoch schaffte es Glesien immer wieder, durch mannschaftlich schnelle Ballwechsel im Angriff die Gästeabwehr zu überwinden. Besonders Kapitän Martin Müller und Pierre Maylahn übernahmen hierbei die Verantwortung.  Kritisch zu betrachten war in dieser Phase jedoch die mangelhafte Chancenverwertung der Hausherren. Diese ließen wiederholt klarste Chancen liegen. In der Abwehr erarbeitete sich Glesien den Ball, schaltete schnell um und scheiterte aber zu oft am gut aufgelegten Gästetorhüter. Aufgrund dessen, dass die Glesiener Deckung jedoch weiterhin stabil blieb, konnte man sich diese Fehler im Angriff noch erlauben. In anderen Spielen könnte die Vielzahl der vergebenen Chancen jedoch fatale Folgen haben. Somit ging es mit einer sicheren 13:10-Führung in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte konnten sich die Glesiener sofort mit zwei schnellen Toren weiter absetzen. Die Gäste kamen immer mehr unter Druck (21:14). In der Folge leistete sich Glesien wieder einige unnötige Fehler und Riesa konnte auf 22:18 verkürzen. Die Neujustierung der Hausherren in der notwendig gewordenen Auszeit zeigte die erhoffte Wirkung. Glesien erlangte durch die Routine und Erfahrung einiger Spieler die nötige Sicherheit zurück und verwaltete ab der 45.Minute  den Vorsprung von 5 Toren. Riesa/Oschatz kämpfte jedoch bis zum Schluss weiter, hatte aber nicht die entscheidenden Mittel, um den Glesiener Erfolg noch ernsthaft in Gefahr zu bringen. Am Ende stand ein ungefährdeter und verdienter 32:27-Sieg der Glesiener zu Buche. "Das war heute ein Arbeitssieg. Wir haben heute in der Deckung zu viele Fehler gemacht und im Angriff wieder zu viel liegen lassen. In engen Spielen kann uns das zum Verhängnis werden. Wir müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten. Gut gefallen hat mir heute dass wir im Angriff Lösungen gefunden haben. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung". So Trainer Arndt Bödemann.

Die Glesiener haben kaum Zeit zu verschnaufen. Am nächsten Samstag geht es im Heimspiel in Radefeld gegen den Tabellenvorletzten aus Mölkau schon weiter.

Glesien mit:       Hertling, Weiske; Giebler 4, Lorenz-Tietz 1, Maylahn 5, Kalbe 3, Münch 1,  
Peschke 1, Schönfeld, Naumann, Müller 6, Elmendorff, Lange 11/1

Siebenmeter:   Glesien:    1 / 1            Riesa/O.:    2 / 1

Zeitstrafen:      Glesien:    1 x 2 Min.    Riesa/O.:    keine