15.06.10
5.Ostdeutsche Meisterschaft Ü40 in Banzkow/Schwerin

Turniereröffnung

Glesiener Fans

Glesiener Mannschaft 2010

Schwere Abwehrarbeit für Glesien gegen Grünheide

Frei vorm Tor von Stahl Finow

Wer bekommt das hohe Zuspiel gegen Görlitz

Die Glesiener Abwehr kann die Lücke schließen (gegen Finow)

Glesien erhält den Pokal für den 3.Platz
Am vergangenen Samstag fanden in Banzkow bei Schwerin die 5.Ostdeutschen Meisterschaften Ü40 im Handball statt. Die Männer des HV Glesien hatten die lange Anreise mit dem Ziel auf sich genommen, diese Meisterschaft nach 2007, 2008 und 2009 errneut zu gewinnen. Dieses Ziel verfolgten natürlich auch alle anderen angereisten Mannschaften. Nach Absagen von Post SV Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Handball SG Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) trafen sich mit Stahl Finow (Brandenburg), SV Grünheide (Brandenburg), SG Rotation Prenzlauer Berg (Berlin), SV Koweg Görlitz, HV Glesien (beide Sachsen) und Gastgeber ESV Schwerin 6 Mannschaften. Gespielt wurde in zwei 3-er Staffeln.
Im Eröffnungsspiel trafen Rotation Prenzlauer Berg und Gastgeber Schwerin aufeinander. Von Beginn an zeigten sich die Berliner überlegen, führten zur Pause 7:4 und am Ende 10:6. Im zweiten Spiel traf der Sieger der letzten Jahre Glesien auf den Turnierneuling Grünheider SV. Glesien fand ganz schlecht ins Spiel, offenbarte in der Abwehr große Lücken und sah sich beim 5:2 für Grünheide bereits mit drei Toren in Rückstand. Bis zur Pause konnte Glesien auf 6:5 verkürzen. In der zweiten Halbzeit fand Glesien besser ins Spiel, konnte zum 7:7 ausgleichen und selbst mit 9:8 und 10:9 die Führung erzielen. Doch unvorbereitete Wurfaktionen und technische Fehler gestatteten es, dass Grünheide das Spiel mit 11:10 zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Die erste Turnierüberraschung stand somit fest. Im nächsten Spiel trafen Schwerin und Görlitz aufeiander. Die erste Halbzeit konnte Schwerin mit 7:4 für sich entscheiden. Doch in der zweiten Halbzeit zeigte Görlitz sein wahres Gesicht, traf fünfmal in Folge zum 7:9 und siegte noch klar mit 10:14 Toren, wodurch den Gastgebern nur noch das Spiel um den 5.Platz blieb. Im folgenden Spiel standen sich Grünheide und Stahl Finow, der Zweite des letzten Jahes gegenüber. Scheinbar hatte Grünheide sein Pulver gegen Glesien verschossen, denn zur Pause lag Finow mit 8:3 vorn. Mitte der zweiten Halbzeit führte Finow noch mit 14:6 ehe Grünheide im Schlussgang noch auf 15:12 verkürzen konnte. Das letzte Spiel der ersten Gruppe führte Prenzlauer Berg und Görlitz aufeinander. Hier trafen zwei gleichwertige Mannschaften aufeinander, wobei Görlitz die Berliner 6:4-Führung bis zur Pause ausgleichen konnte. Danach legte Görlitz vor und sicherte sch mit einem 9:8-Erfolg den Gruppensieg. Das letzte Grupenspiel der 2.Gruppe hatte viele Möglichkeiten auf dem Plan. Siegt Finow oder spielt unentschieden, geht es Glesien wie den Schwerinern. Siegt Glesien, steht Glesien im Halbfinale. Drei Tore plus hätten den Gruppensieg bedeutet und mehr als fünf Tore würden Grünheide ins Halbfinale bringen. Glesien startete konzentriert und lag schnell mit 3:0 vorn. Statt Sicherheit zog Leichtsinn ein und Finow konnte dranbleiben. Zur Pause führte Glesien nur mit 6:4 Toren. Finow ließ sich nicht abschütteln glich sogar zum 8:8 aus. Doch drei Glesiener Tore zum 11:8 ließen Glesien auf die Siegerstraße einbiegen. Am Ende siegt Glesien mit 12:10 Toren und wird Gruppenzweiter, was für das erste Halbfinale die sächsische Ansetzung SV Koweg Görlitz – HV Glesien bedeutete. Zwar gelang den Glesienern der Treffer zum 1:0, aber für den Rest der Halbzeit erzielte Görlitz fünf und Glesien nur noch einen Treffer. Zwar gelang es Glesien in der zweiten Halbzeit mehrfach auf Tuchfühlung heranzukommen, aber in der Summe zeigte sich Görlitz als die an diesem Tag ausgeglichener besetzte Mannschaft mit dem verdienten 10:8-Erfolg über Glesien, wodurch eine Pokalverteidigung durch Glesien nicht mehr möglich war. Im zweiten Halbfinale trafen Stahl Finow und Rotation Prenzlauer Berg aufeinander. Nach schneller 2:0-Führung der Berliner fielen auch hier in der ersten Halbzeit wenig Tore zum 3:2 für Prenzlauer Berg. Die zweite Halbzeit hielt Finow bis zum Schluss offen. Erst im Schlussgang konnte Prenzlauer Berg mit 9:7 Toren den Finaleinzug feiern.
Im Spiel um Platz 5 setzte sich der Gastgeber ESV Schwerin über den Grünheider SV mit 13:9 durch. Im Spiel um Platz 3 trafen der HV Glesien und Stahl Finow erneut aufeinander. Nach klarem 7:3 zur Pause sicherte sich Glesien mit 11:9 Platz 3. Im Finale trafen erneut die SG Rotation Prenzlauer Berg und der SV Koweg Görlitz, welcher fortan neben dem eigenen zahlreichen Anhang nun auch die lautstarke Unterstützung durch die Glesiener Mannschaft und deren Fans erhielt. Wie bereits im Gruppenspiel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Bis zur Pause konnte Görlitz wiederum einen Zwei-Tore-Rückstand zum 7:7 ausgleichen. Auch in der zweiten Halbzeit wurde eine 11:9-Führung der Berliner aufgeholt. Görlitz schaffte sogar die 12:11-Führung und musste den Berliner Gleichstand zum 12:12 kurz vor Schluss hinnehmen. Die Entscheidung fiel im Siebenmeterwerfen. Nach zwei Fehlwürfen der Görlitzer führte Berlin mit 3:1, ehe auch diese Nerven zeigten und ebenfalls zwei mal das Ziel verfehlten. Der letzte Görlitzer Werfer hatte es in der Hand, die Entscheidung hinauszuzögern, aber der Berliner Torwart blieb Sieger und sichert der SG Rotation Prenzlauer Berg mit dem 3:2-Erfolg im Siebenmeterwerfen den Ostdeutschen Pokal 2010.
Die Siegerehrung mit Pokal-Übergabe fand bei der Sportler-Party am Abend statt. Gleichzeitig wurde der Austragungsort der 6.Ostdeutschen Meisterschaft 2011 nach Eberswalde/Finow vergeben, da die siegreiche SG Rotation Prenzlauer Berg bereits bei der 2.Meisterschaft 2007 Gastgeber war.
Endstand:
1. SG Rotation Prenzlauer Berg
2. SV Koweg Görlitz
3. HV Glesien
4. SV Stahl Finow
5. ESV Schwerin
6. Grünheider SV